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Hunde in Kriminalromanen

Krimis sind außerordentlich beliebt und werden auch von Leuten gelesen, die sonst eher zu den Nichtlesern gehören. Wenn man darüberhinaus auch noch Hunde mag oder interessant findet, dann sucht man schnell nach Krimis mit Hunden.

Es kommt erstaunlich oft vor, dass Hunde zum Personal eines Krimis gehören. Auch wenn es auf der anderen Seite eher selten ist, dass die Hunde die Hauptrolle in der Handlung übernehmen, oder dass die Romane gar aus der Perspektive der Hunde geschrieben sind, wie bei Tod und Trüffel: Ein Hundekrimi aus dem Piemont von Carsten Sebastian Henn, so sind Hunde doch in einer Vielzahl von Rollen in Krimis vertreten und in vielen Fällen ist die Handlung ohne die Hunde gar nicht vorstellbar.

Die vielen möglichen Rollen, die den Hunden innerhalb der Handlung eines Krimis zugeschrieben werden, bilden dabei in ihrer Summe durchaus die Gesamtheit der möglichen Beziehungen ab, die Hund und Mensch zueinander haben können.

Ein klassisches Beispiel für einen Kriminalroman mit einem Hund in einer Hauptrolle ist Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville von Sir Arthur Conan Doyle. Hier wird ein großer Hund absichtlich für eine Rolle als blutrünstige Bestie präpariert, ob der Hund dabei wirklich gefährlich ist, bleibt am Ende offen. Sicher ist jedenfalls, dass man die "Bestie" benutzen kann, um Menschen Angst zu machen.

In Der Richter und sein Henker von Friedrich Dürrenmatt wird ein einsam gelegenes Grundstück von einem Hund bewacht, der auch beißt. Die Episode mit dem Hund ist nur kurz, aber durchaus entscheidend für die Handlung des Krimis.

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Georges Simenon:
Maigret und der gelbe Hund


Diogenes Verlag, revidierte Übersetzung: 173 Seiten

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In Maigret und der gelbe Hund von Georges Simenon findet Kommissar Maigret die Lösung des Verbrechens und den Täter einfach durch Beobachtung des Verhaltens des gelben Hundes, obwohl dieser eigentlich nichts besonderes tut.

In Lösegeld für einen Hund von Patricia Highsmith wird ein Hund entführt. Dieses Verbrechen weist auch auf die Wichtigkeit hin, die der Hund im Leben der Menschen hat. Es ist einfach eine Katastrophe, wenn der Hund nicht mehr da ist.

Aber Hunde in Krimis sind nicht nur Bestien, Wachhunde und Entführungsopfer, sie können auch aktiv zur Aufdeckung von Verbrechen beitragen, sei es, indem sie eine vergrabene Leiche finden, indem sie ihren Menschen begleiten und diesen dadurch unverwechselbar machen oder indem sie Spuren verfolgen oder Menschen auch dann wiedererkennen, wenn diese sich bis zur Unkenntlichkeit verändert haben. Hunde können Menschen schützen oder bedrohen, beides Verhaltensweisen die im Zusammenhang mit Verbrechen und Kriminalromanen häufig vorkommen. Hunde erweitern auch die stilistischen Möglichkeiten eines Krimi-Autoren, indem sie es ihm ermöglichen, eine Situation einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, eben der des Hundes.

In vielen Fällen bezieht der Krimi seine Spannung aus der Anwesenheit und der Handlungsweise eines Hundes. Dabei hat der Autor nahezu unendlich viele Möglichkeiten. Wenn man mit den vorhandenen Krimis nicht zufrieden ist oder sich einfach inspiriert fühlt und deshalb seine kreative Ader ausleben möchte, dann hat man natürlich auch die Möglichkeit, sich selbst seinen eigenen Krimi zu schreiben. Und auch da kommen Hunde vor.

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