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Krallen schneiden beim Hund

Wie alle anderen Körperteile des Hundes sollte man auch die Krallen regelmäßig kontrollieren. Je nach Veranlagung und Lebensweise des Hundes müssen die Krallen gelegentlich geschnitten werden. Dies muss aber vorher von Fall zu Fall festgestellt werden.

Notwendigkeit des Krallen schneidens

Ob es notwendig ist, einem Hund die Krallen zu schneiden, hängt von seiner Lebensweise, insbesondere von der Menge an Auslauf ab. Daneben spielt der Untergrund, auf dem dieser Auslauf stattfindet, eine große Rolle. Wenn der Hund regelmäßig auf Asphalt, Beton oder anderem hartem Untergrund läuft, oder auch, wenn er oft Löcher buddelt, dann wird das Schneiden der Krallen nur sehr selten, vielleicht garnicht nötig sein. Dagegen müssen die Krallen von Hunden, die unter Bewegungsmangel leiden oder die hauptsächlich im Wald oder auf Wiesen laufen, häufiger geschnitten werden. Aber auch die Veranlagung spielt eine Rolle. Bei manchen Hunden wachsen die Krallen schneller als bei anderen.

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Die Afterklaue, Afterzehe oder Wolfskralle ist praktisch das Überbleibsel des Daumens an den hinteren Gliedmaßen des Hundes. Diese hat keine Funktion und ist bei vielen Hunderassen gar nicht mehr vorhanden. Bei den anderen wird sie häufig bei der Kastration oder bei einer anderen Operation entfernt. Wenn der Hund noch eine Wolfskralle hat und sie nicht selber kürzt (manche Hunde tun dies), dann muss diese ebenfalls gelegentlich geschnitten werden. Sie kann sonst einwachsen und Schmerzen und Entzündungen hervorrufen. Das gleiche gilt für den "Daumen" an den Vorderläufen.

Krallenlängentest

Ob die Krallen des Hundes geschnitten werden müssen, kann man einfach feststellen. Wenn der Hund ganz normal steht, dürfen die Krallen den Boden nicht berühren. Zu lange Krallen müssen gekürzt werden, da sie sonst dem Hund beim Laufen Schmerzen verursachen und sogar zu Haltungsschäden führen können. Wenn die Krallen nur ein klein wenig zu lang sind, können vermehrte Spaziergänge auf Asphalt, Beton oder hartem Boden helfen, das Problem von alleine zu lösen. Längere Krallen müssen unbedingt mit der Krallenschere geschnitten werden. Alternativ kann man die Krallen auch abfeilen, was aber nur bei geringfügig zu langen Krallen praktikabel ist.

Hundekrallen

Hundekrallen bestehen wie menschliche Fingernägel aus Hornmaterial. Im Gegensatz zu menschlichen Fingernägeln enthalten sie aber Blutgefäße und Nerven. Wenn man also zu viel abschneidet, dann verursacht man dem Hund Schmerzen, es wird bluten und es besteht die Gefahr von Entzündungen. Zu lange Krallen beinhalten darüber hinaus eine gewisse Verletzungsgefahr, weil sie sich im Krallenbett drehen können oder der Hund mit ihnen irgendwo hängen bleiben kann. Verletzungen an den Krallen müssen unbedingt vom Tierarzt behandelt werden.

Die Krallen können hell oder dunkel sein. Bei hellen Krallen kann man die Blutgefäße im Inneren sehen, was für das Schneiden sehr vorteilhaft ist. Bei dunkel gefärbten Krallen muss man sich auf Vermutungen verlassen und im Zweifel eher etwas weniger abschneiden. Wenn die Pigmentierung nicht so stark ist, kann man unter Umständen mit Hilfe einer Taschenlampe die Blutgefäße sichtbar machen.

Krallen schneiden lassen oder selber schneiden?

Man kann die Krallen seines Hundes durchaus selber schneiden. Bevor man es das erste Mal versucht, sollte man es sich aber genau zeigen lassen. Krallenschneiden beim Tierarzt oder im Hundesalon ist aber auch nicht sehr teuer und erspart so manchen Stress.

Krallen selber schneiden

Bevor man seinem Hund die Krallen schneidet, sollte man einige Vorübungen durchführen. Der Hund sollte bereitwillig Pfötchen geben und die Pfote auch so lange in der Hand seines Menschen lassen, bis man ihn auffordert, sie zurückzuziehen. Er sollte es bereitwillig zulassen, dass man an seiner Pfote hantiert. Dies sollte man also zunächst üben. Dann sollte man den Hund mit der Krallenzange oder Krallenschere vertraut machen, so dass er sie als etwas angenehmes erfährt. Belohungen spielen bereits hier eine wichtige Rolle.

Man sollte die Pfote des Hundes gut festhalten und die Krallenschere mit der anderen Hand an einer Kralle ansetzen. Am besten übt man auch diese Situation ein paar Mal, bevor man dann tatsächlich schneidet, denn sobald einer der Beteiligten in Stress gerät, steigt die Gefahr, dass etwas schief läuft. Dies sollte vermieden werden.

Krallenschere oder Krallenzange

Man sollte in jedem Fall eine sehr scharfe, spezielle Krallenschere oder Krallenzange benutzen. Scheren, die für die Pflege der menschlichen Fingernägel gedacht sind, oder andere Werkzeuge sind nicht geeignet. Krallenzangen oder Krallenscheren gibt es in jedem guten Zoofachgeschäft, aber auch der Tierarzt kann hier beraten. Eine gute Krallenschere hat eine gebogene Schneidfläche, die der Form der Kralle angepasst ist. Es gibt Krallenscheren in verschiedenen Größen, die der unterschiedlichen Größe der Hundekrallen angepasst sind.

Beim Krallenschneiden sollte der Hund auf einer rutschfesten Unterlage stehen oder sitzen. Man setzt die Krallenzange so an, dass die Kralle gerade abgeschnitten wird, so dass die entstehende Schnittfläche also möglichst klein ist. Man schneidet am besten scheibchenweise immer nur kleine Stücke von der Kralle ab. Auf keinen Fall darf dabei das Innenleben der Kralle verletzt werden. Im Zweifel schneidet man also lieber etwas weniger ab. Wenn man dem Innenleben nahe kommt, verändert sich das Aussehen der Schnittfläche, man merkt bei der Scheibchenmethode also, wann man aufhören muss.

Nach dem Ende der Prozedur muss der Hund natürlich unbedingt belohnt und gelobt werden.

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