Wenn man im Moment keinen Hund halten kann, so kann man vielleicht doch gelegentlich mal auf einen Hund aufpassen und damit seiner Entscheidung für oder gegen einen Hund näher kommen.
Hundesitting suchen oder anbieten.
Wer sich nicht sicher ist, ob er wirklich einen Hund anschaffen sollte, der kann zum Beispiel im Tierheim den Umgang mit Hunden ganz unverbindlich üben. Dort gibt es auch viele verschiedene Rassen zur Auswahl.
Oder man kann den Hund von Freunden mal übers Wochenende betreuen. Oder sich als Hundesitter anbieten. Je mehr man mit Hunden zu tun hat, um so sicherer wird man sich werden, ob man wirklich einen Hund haben und betreuen möchte.
Wer auf dieser Seite liest und noch keinen Hund hat, der spielt wahrscheinlich doch zumindest mit dem Gedanken, sich einen Hund anzuschaffen. Und mit etwas Planung und Vorbereitung kann fast jeder einen Hund halten. Allerdings bedeutet es unter Umständen eine ganz erhebliche Veränderung in der Lebensweise, will also vorher gut überlegt sein. Vor der Anschaffung sollte man sich also fragen: Habe ich genug Zeit? Habe ich genug Platz? Habe ich genug Geld? Habe ich die richtige Vorstellung davon, was ein Hund ist?
Je nach Rasse, Temperament und Alter brauchen die meisten Hunde einen täglichen Auslauf von mindestens zwei Stunden, manche auch deutlich mehr. Nur die ganz alten und die ganz großen kommen eventuell mit etwas weniger aus. Diese Zeit sollte man auf mindestens drei bis vier Gelegenheiten am Tag verteilen. Nur Hofhunde, die den ganzen Tag draussen sind, kommen mit einem Spaziergang am Tag aus.
Diese Spaziergänge müssen bei jedem Wetter stattfinden, der Hund braucht das. Und wenn man an einem nassen Tag mit dem Hund nach Hause kommt, dann muß er abgetrocknet und gesäubert werden, auch das kostet Zeit. Dazu kommt die Zeit fürs Füttern und Bürsten. Langhaarige Hunde sehen schön aus, machen aber sehr viel Arbeit in der Hinsicht.
Der Hund macht Dreck. Wohnungen, in denen Hunde leben, sind nie so sauber wie hundefreie Wohnungen, trotzdem wird man mehr Zeit als Nicht-Hundehalter mit Saubermachen verbringen.
Der wichtigste Punkt ist aber, dass der Hund nicht gerne alleine ist. Als Rudeltier kann er nicht verstehen, wenn er über längere Zeit alleine gelassen wird. Man muß sich nicht den ganzen Tag mit ihm beschäftigen, aber er sollte Gelegenheit haben, einfach (fast) immer dabei zu sein.
Der Platzbedarf des Hundes hängt sehr stark von der Größe des Hundes ab. Aber auch der unterschiedliche Bewegungsdrang muß berücksichtigt werden. Wenn man viel Zeit hat um mit dem Hund nach draussen zu gehen (und das dann auch tatsächlich tut), dann kann man einen kleinen Hund in einer Ein-Zimmer-Wohnung halten. Allerdings ist nicht in allen Mietwohnungen die Hundehaltung erlaubt.
Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Höhe der Hundesteuer wird von den Gemeinden festgelegt und ist sehr unterschiedlich. Die Anschaffung des Hundes kostet, je nach Rasse und Herkunft, ebenfalls unterschiedlich viel. Der Hund frisst täglich, aber wieviel das kostet hängt von der Grösse des Hundes, seiner Futterverwertung und natürlich auch von der Art des verwendeten Futters ab. Der Hund muß geimpft werden und auch sonst immer mal wieder den Tierarzt sehen. Die Kosten für Impfung, Entwurmung und Anti-Floh-Mittel sind auch von der Größe des Hundes abhängig. Gelegentlich muß der Hund gebadet werden, er braucht ein spezielles Hunde-Shampoo, und manche Rassen müssen geschoren werden, da das Fell bei diesen immer weiter wächst. Langhaarige Hunde brauchen unter Umständen ein ganzes Arsenal an Kämmen und Bürsten. Der Hund braucht einen Futter- und einen Wassernapf, eine Hundedecke oder ein Hundebett. Man braucht Hundeleinen und ein Halsband. Vielleicht möchte man seinem Hund gelegentlich ein Hundespielzeug oder einen Kauknochen kaufen. Eventuell braucht man gelegentlich einen Hundesitter oder eine Hundepension, wenn man mal krank wird oder auf Dienstreise muss. Man sollte für seinen Hund eine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung abschließen, da man für sämtliche Handlungen seines Hundes verantwortlich ist. Es kommt außerdem vor, dass der Hund Schäden anrichtet, für die die Versicherung nicht aufkommt. Zum Beispiel im eigenen Haushalt. Ob er jetzt Schuhe zernagt oder Möbel umwirft, je nach Grösse und Temperament des Hundes ist da alles mögliche möglich. Auch wenn solche Dinge eher selten vorkommen, sie können finanziell eine Belastung bedeuten.
Der Hund ist guter Freund, Aufpasser und Wachhund, er sorgt dafür, dass sein Mensch genügend Bewegung bekommt und nicht auf dem Sofa festwächst, und vor allem, er ist immer da. Man muß ihn einfach gern haben.
Alle diese Punkte sollten bedacht werden, bevor man sich für einen Hund entscheidet. Denn die Entscheidung ist fast immer für einen langen Zeitraum, ein Hund kann bis zu 20 Jahren alt werden.
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