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Hunderassen

Es gibt eine unübersehbare Anzahl an Hunderassen. Damit man zumindest einen teilweisen Überblick behält, hat die Fédération Cynologique Internationale (FCI) externer Link, also die Weltorganisation der Kynologie, die von ihr anerkannten Rassen in zehn Gruppen eingeteilt. Die Kynologie ist die Lehre von den Hunden und als solche nebenbei auch noch eine wissenschaftliche Disziplin.

Die FCI unterteilt die derzeit anerkannten 345 Hunderassen in folgende Systematik, die allerdings sehr willkürlich ist und nicht den Grad der genetischen Abstammung zwischen den Rassen berücksichtigt. Dazu kommen noch die Hunderassen, die vorläufig in die Systematik der FCI aufgenommen wurden. Nicht berücksichtigt werden bei dieser Einteilung alle die Hunderassen, die aus welchen Gründen auch immer, nicht von der FCI anerkannt sind. Schätzungsweise gibt es auf der Welt um die 800 Hunderassen, und es werden mehr, da aus den verschiedensten Gründen Hunde mit neuen Eigenschaftskombinationen gewünscht werden. Es sind also längst nicht alle Rassen in der Hunderassensystematik enthalten.

Die Gruppen enthalten jeweils eine sehr unterschiedliche Anzahl an Hunderassen, die sich auch in sehr verschiedener Weise ähneln. So enthält zum Beispiel die Gruppe 4, die Dachshunde, nur eine einzige Hunderasse, die Dackel oder Teckel. Je nach Betrachtung kann man die verschiedenen Fell- und Größenvarianten aber auch als neun Hunderassen ansehen, die sich aber alle sehr ähnlich sind.

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Dagegen fasst zum Beispiel die Gruppe 2 so unterschiedliche Hunde wie Zwergpinscher und Neufundländer zusammen. Insgesamt enthält diese Gruppe in drei Sektionen 46 Hunderassen. Die Sektion 1 umfasst dabei Pinscher und Schnauzer, die Sektion 2 die Molossoiden und die Sektion 3 die Schweizer Sennenhunde.

Einen beliebten Hund wie den Deutschen Schäferhund findet man in der Gruppe 1, Sektion 1, zusammen mit vielen anderen Schäferhundrassen. In der Gruppe 9 befinden sich Hunderassen, die für keinen anderen Zweck gezüchtet worden sind, als dem Menschen Gesellschaft zu bieten und angenehme Hausgenossen zu sein. In dieser Gruppe sind also sehr unterschiedliche Hunde vereint, wie zum Beispiel der Mops und der Pekingese.

Die Rasseneinteilung hat also im wesentlichen historische Gründe, wenn man nach einer Hunderasse mit bestimmten Eigenschaften sucht, dann ist sie nur sehr bedingt hilfreich. Immerhin kann man bei einer anerkannten Hunderasse davon ausgehen, dass ein Zücher, der sich an die Rassestandards hält (und nur dann erhält der Welpe die entsprechenden Papiere) nur solche Welpen und Hunde verkauft, die die im Rassestandard vorgesehenen Eigenschaften haben. Die Wahrscheinlichkeit für unangenehme Überraschungen ist also deutlich geringer als bei einer nicht anerkannten Rasse oder bei einem Mischlingshund.

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