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Der Labrador Retriever

Labrador Retriever wurden ursprünglich aus reinen Arbeitshunden als Jagd- und Apportierhunde gezüchtet. Diese Anlagen sind auch bei den heutigen Vertretern der Rasse noch deutlich vorhanden. Weit mehr Beachtung finden heute jedoch das ausgesprochen freundliche Wesen des Hundes und seine Neigung, seinen Menschen zu gefallen, die ihn zu einem idealen Familienhund werden lassen. Vor einer Anschaffung sollte aber sein beachtlicher Bewegungsdrang beachtet werden: Ein Labrador Retriever braucht eine Aufgabe, Arbeit oder auch Sport, wie zum Beispiel Agility. Als Wach- oder Schutzhund ist er dagegen nicht geeignet.

Labrador Retriever werden auch als Rettungshunde, Blindenhunde, Therapiehunde oder Drogen- oder Sprengstoffspürhunde ausgebildet. Jede Art von Aufgabe, die eine Ausbildung erfordert, kommt dem Labrador Retriever entgegen.

Ursprünglich war das Fell der Labrador Retriever schwarz, die Farben gelb und braun sind erst später hinzugekommen. Heute werden gelbe Labradore bevorzugt, weil sie als Familienhunde freundlicher wirken als ihre schwarzen Artgenossen. Auf die tatsächlichen Anlagen hat die Fellfarbe allerdings keinen Einfluss, es handelt sich also um ein Vorurteil.

Neben den reinen Familienhunden gibt es auch heute noch Labradore, die auf ihre jagdlichen Eigenschaften hin gezüchtet werden. Diese sind im Allgemeinen eher etwas schlanker und leichter als die kräftigen Muskelpakete, die als Familien- und Ausstellungshunde gezüchtet werden.

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Der Rassestandard

Die Rasse ist im FCI-Standard Nr. 122 beschrieben. In der Klassifikation der Hunderassen der FCI gehört der Labrador Retriever zur Gruppe 8: Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde. Seine Beschreibung ist in der Sektion 1: Apportierhunde, zu finden.

In der Rassebeschreibung werden die Labradore als breit, kräftig gebaut und kraftvoll beschrieben, dabei von freundlichem Wesen. Das Fell ist kurz und dicht, mit wärmender Unterwolle. Es fühlt sich hart an. Zugelassene Farben sind schwarz, gelb und schokoladen- oder leberbraun. Die Hunde sind zwischen 54-56cm (Hündin) und 56-57cm (Rüde) hoch, das Gewicht ist im Rassestandard nicht mit angegeben. Labrador Retriever wiegen im Allgemeinen aber so um 30 Kg (Hündin) bis 35 Kg (Rüde). Die Rute ist sehr dick am Ansatz, mit kurzem, dichten Fell. Sie wird auch als "Otterschwanz" bezeichnet.

Das Wesen des Labradors

Labrador Retriever sind ausgesprochen gutmütige und freundliche Hunde, kein bisschen aggressiv. Das macht einen wesentlichen Teil ihrer Eignung als Familienhunde aus. Sie sind kinderfreundlich und geduldig. Labradore sind aber auch neugierig und lernbegierig mit einem starken Drang nach Beschäftigung. Das macht sie auf der einen Seite leicht erziehbar, auf der anderen Seite aber auch anfällig für Verhaltensstörungen, wenn sie nicht ausreichend bewegt und gefordert werden. Ein Labrador ohne Aufgabe sucht sich selber eine, was meistens nicht im Sinne seiner Besitzer ist.

Für wen ist der Labrador Retriever geeignet?

Ein Labrador ist für jeden geeignet, der sich intensiv mit seinem Hund beschäftigen möchte, der ihn erziehen und mit ihm üben und auch Spaß haben möchte. Durch ihr freundliches Wesen und ihre ausgesprochene Unaggressivität sind sie hervorragend für Familien mit Kindern geeignet. Das Zusammenleben von Hund und Kindern gestaltet sich im Allgemeinen problemlos.

Labrador Retriever sind gut geeignet für Menschen, die mit ihrem Hund Sport treiben möchten, wie zum Beispiel Agility oder auch Obedience. Aber auch jede andere Form von Aktivität wird auf begeisterte Zustimmung des Labradors treffen. Wer dagegen wenig Zeit oder Lust hat, um mit seinem Hund zusammen aktiv zu werden, der sollte besser auf andere Rassen ausweichen.

Die Vorfahren der Labrador Retriever wurden ursprünglich, genau wie die Neufundländer, als Helfer der Fischer beim Einholen der Netze und beim Zurückholen entflohener Fische verwendet. Noch heute haben sie ein wasserfestes Fell mit dichter, wärmender Unterwolle. Später wurden diese Hunde von den Briten als Jagdhunde entdeckt, entsprechend weiter gezüchtet und wegen ihrer Vorliebe für das Wasser vor allem zum Apportieren von Wasservögeln verwendet. Diese Vorliebe für Wasser und fürs Apportieren ist auch heute noch vorhanden und sollte auch beim Familienhund gefördert werden. Jedenfalls sollte man nicht davon ausgehen, dass ein Labrador das Wasser, egal in welcher Form, meiden würde.

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