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Neufundländer

Neufundländer sind große, schwere, freundliche und gutmütige Hunde. Sie werden oft zärtlich als Neufis oder auch als Bären bezeichnet. In der Tat sehen sie auch ein bisschen wie Bären aus, mit dem Wesen eines Teddybären. Weil viele Neufundländer schwarz sind, werden sie häufig als furchteinflößend wahrgenommen, was diesen freundlichen Riesen absolut nicht gerecht wird.

Neufundländer stammen tatsächlich von der kanadischen Insel Neufundland. Die bärenstarken Hunde halfen den Fischern und Küstenbewohnern in der kalten, unwirtlichen Gegend beim Einholen der Netze oder auch beim Ziehen von Schlitten. Man sagt ihnen auch nach, dass sie Menschen retteten, wenn diese über Bord gegangen waren. Jedenfalls sind Neufundländer vorzügliche Schwimmer, mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Durch ihr recht langes Fell mit ausgeprägter Unterwolle trotzen sie auch starker Kälte, in geheizten Wohnungen fühlen sie sich dagegen manchmal unwohl. Das Fell ist wasserabstoßend, dadurch ist es schwer, diesen Hund bis auf die Haut nass zu machen. Diesen Umstand sollte man berücksichtigen, wenn man einen Neufundländer baden möchte.

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Ursprünglich war der Neufundländer ein Arbeitshund, der vor allem am und im Wasser gearbeitet hat. Die daraus resultierende Vorliebe für das Wasser hat er sich erhalten. Die meisten Neufundländer können keine Pfütze auslassen, größere Gewässer erst recht nicht. Dadurch bringt der Hund für gewöhnlich größere Mengen Dreck und Feuchtigkeit mit nach Hause. Wer hier empfindlich ist, sollte lieber keinen Neufundländer halten.

Rassestandard

In der Rasseneinteilung des FCI (Fédération Cynologique Internationale), der internationalen Dachvereinigung der Kynologie, gehören die Neufundländer zur Gruppe 2, die Pinscher und Schnauzer, Molossoide und Schweizer Sennenhunde umfasst. In dieser Gruppe gehören sie zur Sektion 2.2, zu den Molossoiden und den Berghunden. Die Neufundländer sind im FCI - Standard Nr. 50 beschrieben.

Neufundländer gibt es in drei Farben, in schwarz, braun und in weiß-schwarz. Die schwarzen und braunen dürfen kleinere weiße Abzeichen haben. Die weiß-schwarzen Neufundländer werden häufig mit den Landseern verwechselt, bei diesen handelt es sich aber um eine eigene Rasse, jedenfalls beim FCI. Schwarz ist die häufigste Farbe. Der Neufundländer wirkt massiv und stark, er ist freundlich und unternehmungslustig. Rüden sind im Durchschnitt 71 cm hoch, Hündinnen 66 cm (Schulterhöhe). Das Gewicht der Rüden beträgt im Durchschnitt 68 kg, Hündinnen wiegen durchschnittlich 54 kg. Dabei kommen auch deutlich größere und schwerere Hunde vor, 80 kg sind möglich. Augen und Ohren sind eher klein, der Fang ist kurz und breit. Trotz seiner Größe ist der Hund eher lang als hoch, mit ausgeprägtem Brustkorb.

Der Neufundländer als Familienhund

Neufundländer sind gute Familienhunde, sie sind gutmütig, freundlich und kinderlieb, nicht aggressiv. Aufgrund ihrer Größe sollte man sie allerdings nicht in einer kleinen Wohnung und auch besser nicht in der Stadt halten. Diese Hunde brauchen viel Platz, recht viel Auslauf und unbedingt ein Gewässer zum baden. Sie machen eine Menge Dreck, verlieren ständig Haare und müssen zeitaufwendig gepflegt werden. Dafür nehmen sie auch die Liebesbeweise kleiner Kinder nicht übel, sind wachsam, zuverlässig und leicht erziehbar. Sie beschützen die Kinder, aber auch alle anderen Angehörigen ihres Rudels. Dabei werden sie nicht aggressiv, im Allgemeinen reicht ihnen ihre imposante Erscheinung aus, um den nötigen Respekt zu bekommen.

Einem Neufundländer ist es niemals zu kalt, aber leicht zu warm. Im Sommer braucht er unbedingt einen kühlen Platz, an den er sich zurückziehen kann, im Winter freut er sich, wenn er nicht den ganzen Tag in der geheizten Wohnung sein muss. Wer Neufundländer halten möchte, sollte also besser ein ganzes Haus bewohnen. Wenn man die Futterkosten, den Pflegeaufwand und den zusätzlichen Aufwand für die Reinigung der Wohnung realistisch einschätzt, dann kann man auch als Hundeanfänger einen dieser sanften, intelligenten Riesen halten.

Gesundheit

Wie die meisten großen Hunde sind Neufundländer nicht sehr langlebig. Die Lebenserwartung liegt bei 10 bis 11 Jahren. Viele Neufundländer leiden unter Hüftgelenksdysplasie. Wie bei allen großen Hunden besteht das Risiko einer Magendrehung. Augenerkrankungen, Gebissanomalien und Herzprobleme sind rassetypische Erkrankungen. Im Allgemeinen sind Neufundländer aber robust und gesund.

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